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Auf die Idee, Jugendsprache als Leitmotiv durch die Moderation zum Weihnachtskonzert zu ziehen, muss man erst einmal kommen. Marlene Schweitzer (KS 2), die mittlerweile geübt im Moderieren ist, meisterte zusammen mit Kian Ross (KS 1) diese selbstgestellte Aufgabe mit viel Humor. Egal ob „lowkey“, „das crazy“ oder immer wieder „banger“ und „bangen“ – die Lacher waren auf Seiten der Moderatoren, gefreut hat es nicht nur die Deutschlehrer. Im Mittelpunkt standen jedoch freilich die Musikerinnen und Musiker, die Sängerinnen und Sänger sowie die Dirigentinnen und Dirigenten. Der von Frau Vogler geleitete Unterstufenchor begann die musikalische Gestaltung gewohnt beschwingt, unter anderem mit „Santa Claus is coming to town“ und „Merry, merry!“ Es folgte das von Frau Obier dirigierte Unterstufenorchester, das auch mit einem Weihnachtsgassenhauer aufwartete (wie anders wollte man „Feliz Navidad“ bezeichnen?). Die jungen Musiker konnten ihr Können jedoch auch an klassischen Stücken wie Vivaldis „Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ zeigen. Das von Frau Trott geleitete große Orchester begann mit einer ungewöhnlichen Version des traditionellen Weihnachtslieds „Stille Nacht“. Mehrere Solisten brillierten, so Kian Ross, German Schweiker, Sophie Sauter oder Michael Frolov (bei „Greensleaves“). Das Cello-Ensemble um Eva Clemens, Kian Ross, Liese Schweiker, Floria Waldhier und Anna Lotte Krystek spielte anschließend ein Stück von Händel. Beim großen Chor hoben die Moderatoren insbesondere „Nearer My God to Thee“ hervor, das der Dirigent Herr Eichhorn eigens umgeschrieben hatte – den Ovationen des Publikums nach zu urteilen mit großem Erfolg. Die auch mit ehemaligen Schülern bestückte Big Band beendete das Programm ähnlich beschwingt, wie der Unterstufenchor begonnen hatte. Eine Besonderheit war hier, dass Frau Schwerdtner (ehemals: Frau Kalmbach) diese erstmalig bei einem Konzert leitete. Zum Abschluss sangen alle Anwesenden „O du Fröhliche“: Spätestens jetzt wurde deutlich, warum das Konzert mit der Höhepunkt des Schuljahrs ist – und warum die Schulgemeinschaft zu Recht als Hebel-Familie bezeichnet wird.

Text: Sebastian Barth

Fotos: Foto AG / Rietbrock