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In der schönen Heidelberger Altstadt befindet sich eine einfache Arbeiterwohnung – Die Geburtsstätte des ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert. Sein einzigartiger Werdegang vom armen Sattlergesellen zum Vertreter des ersten demokratischen Versuches auf deutschem Boden war gezeichnet von Fleiß, Geschick, Talent – Aber auch von Widerständen, Schicksalsschlägen und Verleumdungskampagnen. Wir konnten, quasi in „Zeitraffer“, diese unruhige und sich zunehmend radikalisierende Epoche deutscher Geschichte nachzeichnen und letztlich dank der informativen Führung sogar eine kritische Würdigung dieser historischen Persönlichkeit versuchen.

Nach einer Stärkungspause in den Alt-Heidelberger Gassen setzten wir uns aktiv mit dem Schicksal deutscher Sinti und Roma während der NS-Diktatur auseinander: Unter hervorragender Leitung präsentierten wir uns gegenseitig verschiedene Aspekte der menschenverachtenden Verfolgung und systematischen Ermordung dieser Bevölkerungsgruppe in den 12 Jahren des sog. „Dritten Reiches“ – Diese schockierenden Bilder und Schicksale mahnen uns immer wieder aufs Neue zu Menschlichkeit, Empathie und dem Einsatz für die eben gar nicht „selbstverständlichen“ Menschen- und Bürgerrechte unserer Zeit.

Text: Ben Häfner

Stefan Rietbrock

fotografiert, schreibt und unterrichtet am Hebel