Schon lange findet am Hebel der mittlerweile traditionelle Geschichtstag statt. Dieser steht ganz im Zeichen der Geschichte des Nationalsozialismus in Bezug auf unsere Stadt. Zum ersten Mal haben die neunten Klassen diesen jedoch nicht im Frühsommer, sondern im kalten Januar begangen. In Kooperation mit dem Kulturamt orientierte sich der Tag an unterschiedlichen Stationen. Die Kunsthistorikerin Christina Klittich führte mit Unterstützung der Geschichtslehrerinnen Frau Hartmann und Frau Stahl durch den Tag, jeweils mit einer neunten Klasse. Im Stadtarchiv wurde nicht nur eine Führung geboten, sondern in Kleingruppen mit originalen Quellen gearbeitet. Diese Methode wird gewählt, um einen nachhaltigen Eindruck zu bewirken. Themen waren etwa das lange Zeit unterbelichtete Schicksal der Zwangsarbeiter oder das Leben nach der Bombardierung am 23. Februar 1945. Dieser für die Geschichte der Stadt so wichtige Tag rechtfertigt einen Besuch des Wallberg: Er wird im Volksmund „Monte Scherbelino“ genannt, weil er um viele Meter Bauschutt gewachsen ist, nachdem allerlei Trümmer an dieser Stelle beim Wiederaufbau aufgehäuft worden waren. Der Tag fand im Stadtmuseum seinen Abschluss, wo die Schülerinnen und Schüler interaktiv an Tablets eine fiktive Familiengeschichte recherchierten.
Sebastian Barth

























