Pädagogisches Konzept in der Orientierungsstufe:

1. Klassenleitungs-Teams (Rastatter-Modell)

Der Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium ist für viele Schüler ein großer und wichtiger Schritt in ihrer Schullaufbahn. Sie kommen oft von kleinen Grundschulen, waren dort die größten und sind nun die kleinsten Mitglieder einer für sie noch fremden Schulgemeinschaft. Das sogenannte „Rastatter Modell“ soll den Schülerinnen und Schülern helfen, gut im Hebel anzukommen und sich schnell in die Klassengemeinschaft einzufinden.

Die Grundsätze des Rastatter-Modells sind:

  • Klassenleitungs-Teams aus Lehrerin und Lehrer
  • Feste Klassenlehrerstunde im Stundenplan
  • Einführungstage in der 1. Schulwoche
  • Kennenlerntage zu Beginn der 5. Klasse (2 ½ Tage)
  • Schullandheimaufenthalt am Ende der 6. Klasse (1 Woche)

2. Unterrichtsorganisation

Bei der Organisation des Unterrichts und bei der Erstellung der Stundenpläne stehen die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. Die folgenden Schwerpunkte sind Bestandteil des pädagogischen Konzeptes:

  • „Lernen lernen“ in 7 Doppelstunden in geteilten Klassen
  •  Periodisierung einiger Nebenfächer (der Unterricht erfolgt 4-stündig /Halbjahr)
  •  Wechsel zwischen Einzel- und Doppelstunden
  • Rhythmisierung der Unterrichtsstunden (Sinnvoller Wechsel der Unterrichtsfächer)
  •  Nicht mehr als 3 Kernfachstunden (D, M, E) pro Schultag

3. Klassenkonferenzen

Nach den Herbstferien finden die ersten Klassenkonferenzen statt, an denen alle Lehrkräfte der Klasse teilnehmen. Im Vordergrund dieser Konferenzen stehen die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Bei Schul- und Lernschwierigkeiten, bei Verhaltensauffälligkeiten und gegebenenfalls bei einer Schullaufbahnkorrektur beraten sich die Lehrkräfte auch in kürzeren Zeitabständen. Die Eltern werden über die Ergebnisse der Konferenzen bzw. Beratungen informiert und wenn nötig werden unterstützende Maßnahmen eingeleitet.

4. Differenzierungsstunden für Fördermaßnahmen

Ende September nehmen alle Fünftklässler an „Lernstand 5“ teil. Diese Lernstandserhebung wird in den Fächern Deutsch und Mathematik durchgeführt. Außerdem schreiben die Schülerinnen und Schüler in diesen Fächern standardisierte Orientierungsarbeiten. Auf der Basis der Ergebnisse dieser Arbeiten soll herausgefunden werden, wo jedes Kind seine Stärken und Schwächen hat und wie es individuell gefördert werden kann.

Dazu werden die 5. Klassen in einer zusätzlichen Deutsch- und Mathematikstunde in zwei Lerngruppen mit jeweils 12-14 Schülerinnen und Schüler aufgeteilt. In diesen zwei Differenzierungsstunden können Schwächen behoben und Stärken ausgebaut werden.

Beispiel 5. Klasse

1. Differenzierungsstunde:

Mathematik (Gruppe A)

Deutsch (Gruppe B)

2. Differenzierungsstunde:

Deutsch (Gruppe A)

Mathematik (Gruppe B)

Übergeordnetes Ziel aller Maßnahmen ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Verantwortung für ihre eigenen Lernprozesse und ihre eigene Lernentwicklung übernehmen.

5. Kulturelle Angebote

Als Ergänzung zum Pflichtunterricht bietet das Hebel-Gymnasium seit einigen Jahren verschiedene kulturelle Projekte an. Die Angebote sind Bestandteil einer umfassenden kulturellen Bildung und werden in enger Kooperation mit kulturellen Einrichtungen der Stadt Pforzheim durchgeführt. Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 können sich freiwillig für ein Kreativ-Projekt anmelden. Wer sich verbindlich angemeldet hat, ist zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet. Für dieses Schuljahr sind folgende Projekte geplant:

  • Streicher-Gruppe + zusätzlicher Instrumentalunterricht
  • Bläser-Gruppe + zusätzlicher Instrumentalunterricht
  • Stimmbildungs-Gruppe

6. Beratungslehrereinsatz

Sofern Ihr Kind doch noch Schwierigkeiten beim Start am Hebel-Gymnasium haben sollte, können Sie sich gerne vertrauensvoll an unsere Beratungslehrerin (Petra Klaß) oder an unsere Schulsozialarbeiterin wenden.

7. Besonderheiten

  • Hausaufgabenbetreuung an bis zu fünf Nachmittagen durch Lehrer, Schüler und Eltern, Unterstufenbibliothek zum Lesen und Entspannen.
  • Kleiner Imbiss in den Pausen, Mittagessen in der Hebel-Lounge, „duftende“ Angebote der Waffelbäckerinnen in der Winterzeit, Kuchenverkauf durch die Klassen.
  • Pausenkonzerte